Schnitzler: Der Schleier der Beatrice

Uraufführung: 1. 12. 1900 Breslau, Lobe Theater; Aufführung: 7. 3. 1903, Berlin, Deutsches Theater

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 18. 11. 1898

... us komme. – Wassermann; der mir spontan sagte, ich müsse das Renaissancestück schreiben. ...

Felix Salten an Arthur Schnitzler, 20. 6. 1900

... iesem Fall wäre die Nachricht von der Annahme Ihres Stückes am Volksth. die vorläufig beste Antwort für ...

Hermann Bahr, Julius Bauer, J. J. David, Robert Hirschfeld, Felix Salten, Ludwig Speidel: Erklärung, 14. 9. 1900

... n verbreitet gewesene Nachricht, das Schauspiel » Der Schleier der Beatrice« von Arthur Schnitzler sei vom Burgtheater abgelehnt worden ...... Es ist nicht unsere Absicht, für das Drama » Der Schleier der Beatrice « von Arthur S ...... otivirte Einsprache gegen die Zurückweisung des » Schleiers der Beatrice«. Denn wir sind weit davon entfernt, dem ...... 3. Februar d. J. das Erstaufführungsrecht für den » Schleier der Beatrice« verlangte und spontan erklärte, nur das Burgtheater könne ...... chlenther erst um diesen Zeitpunkt wieder mit dem » Schleier der Beatrice« beschäftigt habe. ...

Arturo Lambri an Arthur Schnitzler, [28. 9. 1900]

... ’ ai e lu » le voile de Beatrice« et je vous en fasse mes compliments. C’est en ré ...

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 12. 10. 1900

... tief mich, bei manchen Bedenken des Theatermannes, Deine Beatrica berührt hat: sie ist mir weitaus das Liebste, was Du noch ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 18. 10. 1900

... lieber Hermann, deine Sympathie für die Beatrice freut mich herzlich. Vielen Dank für die lieben Wo ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 1. 12. 1900

... .– Kerr; später Bahr, Salten, Bukovics.– Abd. Prem. Bea.– Viel Beifall, viel Opposition.– Schlechte Aufführung.– ...

Hermann Bahr: Der Schleier der Beatrice, 5. 12. 1900

... Der Schleier der Beatrice. ...... Ich halte die Beatrice für das reifste und reichste Werk, das Schnitzler noch gesc ...... Es scheint mir nun die eigentliche Bedeutung der Beatrice zu sein, daß Schnitzler hier die Handlung ni ...... Ich wollt’, es wäre Wahrheit, Beatrice! So könnt’ ich eher ohne Schmerz und Ekel Dich sehn; das Leben selbst thut Alles ab. Doch Träume sind Begierden ohne Muth, Sind freche Wünsche, die das Licht des Tages Zurückjagt in die Winkel unsrer Seele, Daraus sie erst bei Nacht zu kriechen wagen; Und solch ein Traum, mit ausgestreckten Armen, Sehnsüchtig läßt er, durstig Dich zurück. So wenig warst Du mein, daß, schlossest Du Die Augen, Deine Seel’ auf Abenteuer Ausfliegen konnte, und ich war Dir nur Von Tausend Einer, kniete wie die Andern Vor Dir und war Dir nichts und bin Dir nichts, Ich, der Dir so viel gab, als Du nicht ahnst, So viel, daß, meiner Liebe werth zu sein, Dich Ekel fassen müßte, wenn Du denkst, Es leben andre Männer auf der Welt! Und Du willst, daß gefäll’gem Eh’mann gleich Ich fremden Kuß von Deinen Lippen trinke, Und kommst daher als Dirne Deines Traums! Geh, Beatrice! ...... Ich nehme Dich zum Weib, wie Du verlangst! Eilt zum Bischof von Petron, Er halte sich bereit! In einer Stunde Tritt Herzog Lionardo Bentivoglio Mit Beatrice vor den Traualtar! Ihr rasch zum Schloß, daß man die Feier rüste! Ihr Andern durch die Stadt! Bolognas Adel Lad’ ich zu dieser Hochzeit ein. Doch merkt: Für heut ist Schönheit Adel, nicht Geburt! Ruft es so laut, daß es die Schläfer weckt, Klopft an geschloss’ne Fenster an und klirrt, Daß man sie öffne, und verträumte Augen Erstaunt die edlen Boten schau’n, und ruft: Der Herzog lädt euch zu der Hochzeit ein, Die er mit eurer schönsten Schwester feiert! Kommt Alle, ob ihr sonst im Treuen schlummert An eines Liebsten oder Gatten Brust, Ob ihr in keuschen Betten einsam ruht, Ob ihr von Denen, die unstillbar Glühn In jeder Nacht an neue Herzen drängt: Kommt Alle, nur seid schön! Ihr seid willkommen! ...... Du hast mich fortgeschickt um einen Traum, Da war ich so allein, und Vittorino Schien Zuflucht mir und Sicherheit und Ruh’; Und als der Herzog kam und mich gewahrte, Da dacht’ ich: Nun erfüllt sich ja mein Traum. Und herrlich däucht’ es mich, die Fürstin sein An eines Fürsten Seite, und so ward ich Sein Weib. ...... Weil ich mich nach Dir sehnte! Mit solcher Sehnsucht, daß sie mächt’ger war Als Alles. Und je mehr die Stunde nahte, Da ich Dir ganz verloren war, so mächt’ger Rang meine ganze Seele nur nach Dir! Mir war, nun gab’ ich alle Größe hin Und alles Glück der Erde, Licht und Leben – Nur einmal noch in Deinem Arm zu sein! Und wie Erlösung aus der tiefsten Noth Flog der Gedanke auf: Ich kann Dich sehen, Ich muß nur fort von hier und hab’ Dich wieder! So eilt’ ich fort. ...... Wie kam dies alles? Warst Du nicht, Beatrice, nur ein Kind, Das mit der Krone spielte, weil sie glänzte – Mit eines Dichters Seel’, weil sie voll Räthsel – Mit eines Jünglings Herzen, weil’s Dir just Geschenkt war? Aber wir sind allzu streng Und leiden’s nicht, und Jeder von uns wollte Nicht nur das einz’ge Spielzeug sein – nein, mehr! Die ganze Welt. So nannten wir Dein Thun Betrug und Frevel – und Du warst ein Kind! ...... Euch aber, denen diese Stadt vertraut ist, Bis Andre kommen, nicht mehr ich und Die, Trag’ ich die Sorge auf, im ersten Glühn Der Morgensonne, die zum Abschied grüßt, Den Leichnam dieses sehr geliebten Dichters Im Grab der Bentivoglio zu bestatten, Und Diese hier wie ihn! Die Spanne Zeit, Die sie ums Licht des Lebens noch geflattert, Bedeutet jetzt nichts mehr – sie starb mit ihm, Er liebte sie, er starb, weil er sie liebte, So ist sie hochgeehrt vor allen Frau’n! ...... Das Zeichen tönt, und mächt’ge Neubegier Wie nie zuvor beflügelt meinen Schritt. Ich freue mich des guten Kampfs, der kommt, Die frischen Morgenlüfte athm’ ich durstig Und preise dieses Leuchten aus den Höhn, Als wär’ es mir allein so reich geschenkt. Das Leben ist die Fülle, nicht die Zeit, Und noch der nächste Augenblick ist weit! ...... Dieser berückende Act, mit seiner ungeheuren Erhebung des Tones aus dem ...

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 21. 12. [1900]

... xemplar der Beatrice haben; kannst Du ihm nicht eins schicken? ...

Hermann Bahr: [Feuilletonentwurf zu Episode], [Anfang Februar 1901?]

... t geworden ist? Nicht das Verhängnis der Beatrice, dass auch sie in jeder Stimmung die We ...

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 7. 10. 1902

... o überschwemmt zu werden, dass die liebe Beatrice wieder unter den Tisch fallen wird. Abe ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 13. 10. 1902

... .– Bristol.– Liesl und Paul.– Brahm. (Für Bea.) Mit ihm gespeist.– Bei Liesl (Cont., Paul). ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 16. 12. 1902

... Symph. Conc. bekannt, bringt Anatol, zu Einschrift, erhält Beatrice.– ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 4. 2. 1903

... Brief von Brahm, Besetzung und Termin Bea. (7. März.) ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 28. 2. 1903

... 28/2 Vm. Probe.– Abds. Grunewald bei Harden.– Über Beatrice, seine Stellung, Einsamkeit. Kraus hatte ihm geschr ...

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 15. 3. 1903

... angen ist, freue mich aber sehr, daß die Leute Dein Schmerzenskind wenigstens endlich einmal gesehen haben, und hoffe ...

Hermann Bahr: Lebendige Stunden, 15. 3. 1903

... das Höchste zu fordern entschlossen sind. Vom »Anatol« zum » Schleier der Beatrice«, welch ein Weg! Wie muß dieser Dichter mit sich gerungen, ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 16. 12. 1903

... 16/12 Vm. Bea. altes dictirt. ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 13. 12. 1904

... ich gemacht, bisher sind: letzter Akt Liebelei, letzter Akt Beatrice, letzter Akt Eins. Weg – Schluss Kakadu, Schluss le ...

Hermann Bahr: Der Puppenspieler, 13. 12. 1904

... uns segnen wird. Ich denke jetzt so oft an deinen » Schleier der Beatrice«, an die schaurig große Stimmnng jener letzten Na ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 24.–25. 6. 1906

... rständnis entgegenbringt, was sich im 4. Akt der Beatrice jammervoll erwiese ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 29. 10. 1906

... eltheaters, das nächsten October eröffnet wird. Möchte die » Beatrice« spielen. (Auch Kakadu und Neues.) Verpflichte mich noch n ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 15. 2. 1907

... Valentin hat mir neuerdings wegen der Bea . geschrieben; ich hab mich noch nicht endgiltig a ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 16. 12. 1907

... ormeller Antrag des Hebbeltheater liegt mir vor: Beatrice nächste Saison, Ritscher als Beatrice. Meine Frage an dich: ...

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 18. 12. 1907

... sonst mit Vallentin abschließen willst, sicher die Beatrice annehmen, damit nur der andere sie nicht habe, dan ...... Frage 1: Reinhardt wird B. nehmen, wenn Du mit Vallentin drohst. Frage 2: ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 20. 12. 1907

... Beatrice ...... und der Beatrice annehmen, mich höchst wohlthuend berührt. In ...

Hermann Bahr: Schnitzler, [nach dem 3. 6. 1908?]

... Kakadu , stärker noch im » Schleier der Beatrice«, am seltsamsten im »Ruf des Lebens.« ...

Arthur Schnitzler an Max Reinhardt, 24. 12. 1909

... ist. Rekapitulation der Zusammenarbeit:Den » Schleier der Beatrice« haben Sie zu einer Zeit erbeten, da Ih ...... rch Bahr bei Ihnen anfragen, ob Sie den » Schleier« nicht am Deutschen bringen wollten ...

Arthur Schnitzler an S. Fischer, 17. 12. 1910

... on mir zu spielen, so wäre ja eines da: » Der Schleier der Beatrice«, um das er sich vor acht Jahren als Direktor von ...

Hermann Bahr: Das weite Land, 15. 10. 1911

... n diesem Kreis liegen: den »Grünen Kakadu«, den » Schleier der Beatrice«, den »Einsamen Weg«, mir sein liebstes Werk, u ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 24. 4. 1912

... rnhardi; kleine Correcturen an den für den Merker bestimmten Beatrice-Scenen.– ...

Hermann Bahr: Glückwunsch, Mai 1912

... n, bis es uns segnen wird. Ich denke jetzt so oft an Deinen › Schleier der Beatrice‹, an die schaurig große Stimmung jener letzten Na ...

Hermann Bahr: Brief an Arthur Schnitzler, Mai 1922

... nen manchen Strick zugeworfen! Aber vom Anatol zum Schleier der Beatrice, von der Liebelei zum weiten Land, vom ...

Arthur an Olga Schnitzler, 27. 11. 1923

... ch es nicht werden dürfte. – Von der Beatr. ist (Gott sei Dank) keine Rede. – ...

Olga Schnitzler: Spiegelbild der Freundschaft, 4. Kapitel, 1962

... , um Dir zu sagen, wie menschlich tief mich Deine › Beatrice‹ berührt hat: sie ist mir weitaus das Liebste was Du noch g ...... Nacht, Rausch und Traum am Rande der Vernichtung – die Stadt Bologna , vom mächtigen Feind belagert, vor ihrem letzten Ausfall ...... « sagt Herr von Sala. Dem heldischen Herzog Bentivoglio »Der Schleier der Beatrice« glüht ...... » Der Schleier der Beatrice« ...... »Das Leben ist die Fülle, nicht die Zeit, – Und noch der nächste Augenblick ist weit!« ...

Nachwort

... hrerer Theaterkritiker, die die Ablehnung von Der Schleier der Beatrice durch das Burgtheater kritisieren. Darunter ...

Kommentar zu: Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 15. 3. 1903

... Schnitzlers › Schleier der Beatrice ‹ bei vortrefflicher Darstellung eine geteil ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... zer mit dem Protest anlässlich der Ablehnung des Schleiers der Beatrice, . ...

Kommentar zu: Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 18. 10. 1906

... Eine Aufführung von Der Schleier der Beatrice, und . ...

Kommentar zu: Hermann Bahr: [Feuilletonentwurf zu Episode], [Anfang Februar 1901?]

... Anatol (1893) und nach der Veröffentlichung von Der Schleier der Beatrice. Es ist anzunehmen, dass er in Hinsicht einer Inszenierung ...

Kommentar zu: Olga Schnitzler: Spiegelbild der Freundschaft, 4. Kapitel, 1962

... Arthur Schnitzler: Der Schleier der Beatrice. Schauspiel in fünf Akten. Berlin: S. Fischer ...

Kommentar zu: Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 20. 2. 1903

... s zum 9. 3. 1903 war er anlässlich der Premiere von Der Schleier der Beatrice in Berlin ...