Karl Kraus (1874–1936)
Schriftsteller, Journalist, Herausgeber

* 1874 Jičín

† 1936 Wien

GND: 118566288

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 8. 11. 1893

... Kfh. Loris, Salten, Richard, Karlweis, Bahr, Kraus.– ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 31. 12. 1893

... , Dilly, Willy, Olga Dv., Theodor Pollak, Nhil, Bahr; später Kraus; Schik.– Ich spielte viel Clavier, Champagner, Cognac; leic ...... eine Küsserei. D. war sehr zärtlich.– Um 5 weg.– Im Kfh. mit Kraus und Schik.– (Vorher bei Dilly, Bruderschaft, auch mit Bahr ...

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [17. 2. 1894]

... komme ich zu Ihnen. Auch Bahr. Vielleicht schreiben Sie dem Kraus eine Zeile. Ich glaub dass es dem Bahr angenehm wäre, ihn z ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 18. 2. 1894

... Verführung «.– Bei mir Bahr, Kraus, Richard, Loris, Schik, Horn.– Bei Dilly.– Mußte zur Mutter ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 7. 10. 1894

... 7/10 Sonntag.– Vorm. lern ich durch Kraus Gerlach kennen; einen blon ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 31. 12. 1894

... – Im Kfh.– Eckstein, Richard, Kraus (Penias vorlesend) Federn, Richard Engländer, v. Kiss (Schr ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 6. 11. 1895

... f engagirt war) kennen gelernt.– Der kleine Kraus (mit dem wir nicht mehr verkehren) der auch noch nach dem 9 ...

Hermann Bahr an Hugo von Hofmannsthal, 19. 11. 1896

... sehr auf. Allerdings habe ich das Gefühl, daß Sie, wenn Herr Kraus in dem Blatte bleibt, ...... an ja blos zu informieren brauchte, die Entfernung des Herrn Kraus erzwingen würde. Dann hätten Sie für Ihre Gedichte immerhin ...

Hugo von Hofmannsthal an Hermann Bahr, 20. [11. 1896]

... n Anlass zu glauben dass er an mir mehr Interesse hat als am Kraus, die Drohung mit Maeterlinck wird nichts ausmachen, da die ...

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 20. 2. 1901

... Ich habe, in einer zu meinem Kraus-Proceß gehörenden Angelegenheit, dringendst mit Dir, so bal ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 22. 2. 1901

... 22/2 Zeuge im Prozess Bahr – Kraus.– ...

Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... Bukovics gegen den Redacteur der »Fackel«, Carl Kraus , erhoben worden waren. Die Verhandlung währte bis zum Abend ...... ung des Angeklagten zu dem zuletzt angeführten Anklagepunkt. Kraus bekannte sich als Verfasser des Artikels, erklärte sich nic ...... Angekl. (zum Zeugen Holzer): Sie hätten ja doch berichtigen können, ...... st. Nur das ist ja logisch. – Zeuge: Erstens hätte ich Herrn Kraus überhaupt nicht berichtigt, und zweitens ist im Bureau davo ...... ommen und habe mit ihm gesprochen. Da wurde nur gesagt, Herr Kraus wird ja doch Alles aufrecht halten! ...... Angekl. : Das ist doch kein Grund. Das thut ja zum Beispiel die »Arb ...... Angekl. : Ich habe mich des schwachen und bedrängten Schriftstellers ...... Angekl. : Ich kann zur Ehre des Herrn Holzer nicht annehmen, daß das ...... Das zweite Verhör mit Kraus. ...... begann, seine Stücke dort einzureichen. Von da ab, sagt der Angeklagte, hätte Bahr nicht mehr die Kritik über das Deutsche Volksth ...... n zwischen Bahr und Bukovics gelobt worden. Daran knüpft der Angeklagte die Beschuldigung, daß weiterhin eine Politik der Beschönig ...... gegen Bukovics und das Deutsche Volkstheater richteten. Der Angeklagte verweist hiebei auf verschiedene Aufsätze Bahr’s in der »De ...... Der Angeklagte vergleicht noch weiter in detaillirter Weise die Urtheile B ...... Mittagspause ein. Nach Wiederaufnahme der Sitzung fährt der Angeklagte fort: Ich habe bereits vor der Verhandlung im Verein mit me ...... Angekl. : Ja, nur Harden wußte, welcher Fall in Frage stehe, die And ...... Angekl. : Nur ganz allgemein. Ist die kritische Thätigkeit compatibe ...... Der Angeklagte erwähnt noch eine Meinungsäußerung von Carl Bleibtreu ...... Herausgebers verweist der Angeklagte auf zwei deutsche Kritiker, die von ihren Posten zurückgetr ...... Hierauf kommt der Angeklagte auf den Vorwurf der »schenkungsweisen Transaction zwischen ...... als die incriminirten Stellen und wendet sich hierauf an den Angeklagten mit der Frage, ob er noch etwas zu sagen habe. ...... Angekl. : Ich hätte noch sehr viel zu sagen. Aber ich glaube, daß ic ...... Angekl. : Ich finde es sehr komisch, daß Herr Bahr ein Stück eingere ...... Nachdem der Angeklagte noch mitgetheilt hatte, wie er auf einem Spaziergang im Sta ...... der Präsident die schriftlich eingelangten Aussagen der vom Angeklagten als Zeugen geführten Berlin ...... t einen Augenblick an die abgeschmackten Dinge, die Ihr Herr Kraus behauptet. Sie thun jedenfalls sehr gut daran, wenn Sie sol ...... Dr. Harpner : Der Angeklagte hat sich auf einen processual sehr bequemen Standpunkt gest ...... Angekl. : Das stimmt doch. ...... s der »Fackel« verlesen, welche zur Charakterisirung der vom Angeklagten Herrn Bahr gegenüber eingeschlagenen Tonart dienen sollen. ...... Angekl. : Ich möchte auch wissen, warum die Kläger nicht wegen der S ...... Der Angeklagte kommt sodann auf die Kritik ...... Dr. Harpner (zum Angeklagten): Sie haben so viel über Theaterstücke, Antisemitismus, Con ...... Angekl. : Darüber wird mein Vertheidiger Auskunft geben. ...... Harpner : Die Villa ist so weit, daß Herr Kraus die Bemerkung gemacht hat, Herr Bahr sollte sich doch ein A ...... Der Angeklagte verwahrt sich dagegen. Er habe nur ein geschmackloses Feuil ...... el können Sie doch Herrn Bahr nicht verantwortlich machen? – Angekl. : Gewiß war er inspirirt. Clique ist Clique, das lasse ich m ...... Präs. : Herr Kraus meinte, daß Herr Bahr Reclamenotizen für Ihre Bühne verfaßt ...... Angekl. : Herr Director haben von glänzenden, großartigen Erfolgen i ...... s : Ich brauche darauf nicht zu antworten. – Angekl. : Das ist ja keine Schande, Sie werden sich ja doch nicht ge ...... d. Den materiellen Schaden schätze ich auf etwa 15,000 fl. – Angekl. : Es wurde von 30,000 fl. gesprochen. – Director v. Bukovics ...... . Bukovics : Ja was Alles gesprochen wird. – Angekl. : Ich will nur den Widerspruch zwischen den Behauptungen »gl ...... er Stück einen bedeutenden Ruf verschafft. – Angekl. : Der größte Erfolg war mit »Star«, und ich glaube nicht, da ...... r wollen ja hier nicht die Güte der Stücke beurtheilen. Herr Kraus wollte nur wissen, ob ein Deficit vorhanden war. Sie haben ...... Angekl. : Ich möchte die Requisition der Berlin ...... : Ich bin in der angenehmen Lage, dem Herrn Angeklagten die Blätter zur Verfügung zu stellen. Mir sind sie nämlich ...... Präs. (zum Angeklagten): Sie sind dann wohl in der Lage, bis morgen diese Blätter ...... Angekl. : Gibt es nicht eine Methode, Stücke eines directorialen Lie ...... Angekl. : Nun, ich will Ihnen eine kleine Statistik bringen. Der » ...... Angekl. : Kommt es nicht vor, daß Directoren nicht durch eine Barlei ...... em zuliebe ich ein Stück mit politischer Tendenz aufführe. – Angekl. : Ich möchte noch Eines bemerken: Sie glauben also, es sei ü ...... : Ich gebe die Stücke an Sonntagen, weil es mir paßt. – Angekl. : Sprechen wir über die Zahl der Aufführungen von »Josephine ...... Nach einer Bemerkung des Angeklagten, daß die »Josephine« jedenfalls eine unerhörte Begünstigung ...... Präs. (zum Angekl.): Waren Sie bei der Première von »Josephine«? – ...... (zum Angekl.): Waren Sie bei der Première von »Josephine«? – Angekl. : Ja. Das Stück wurde total niedergezischt. – Director v. Bu ...... Dr. Harpner (zum Angeklagten): »Der Athlet« wurde viermal gegeben; nach Ihrer Theorie hä ...... Angekl. : Ich sage ja nicht, daß bei jedem Stück so vorgegangen wurd ...... Angekl. : Nur bei Premièren. ...

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 3. 1. 1902

... , der jetzt sehr gegen den kleinen Kraus eingenommen ist und findet, dass ein solches Blatt in ...... veine , in der Kr. von einer angeblich extra von dir (?) gegen ihn hineingedic ...... hat er ihm ( Harden dem Kraus) eine Karte geschrieben, er müsse gelegentlich diesen Irrth ...... stellen, da die betreffende Stelle sich im Original fände; – Kraus soll es auch zugesagt haben, aber bishe ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 28. 2. 1903

... wald bei Harden.– Über Beatrice, seine Stellung, Einsamkeit. Kraus hatte ihm geschrieben, Hugo habe ihm einen Besuch gemacht S ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 2. 6. 1904

... eigt die Karte, Hugo veröffentlicht – in der Fackel! – durch Kraus, den er zu sich nach Rodaun lädt, eine nicht kluge und unma ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 12. 10. 1910

... wie feindselig; redete dann auch allerlei kluges. Der kleine Kraus sein Kreis; Ehrensteins Versuche in die Öffentlichkeit zu d ...

Aufzeichnung von Hermann Bahr, 15. 4. 1913

... Was nach meinem Begräbnis Wilhelm Singer, Karlchen Kraus, Schnitzler usw sagen. Die vielen Freunde. Alle sind plötzl ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 4. 12. 1913

... he Elemente; Verwandtschaft mit Bahr; Bahrs »Dummheit«; über Kraus – Kerr – Harden in ihrer Verwandtschaft.– ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 4. 2. 1919

... e Wurzel des Bahrschen Wesens als Lausbüberei definire, über Karl Kraus, seine letzte Vorlesung mit namenlosen Beschimpfungen auf d ...

Olga an Arthur Schnitzler, 22. 3. 1920

... . (Und der alte Benedikt ist tot, jetzt muss sich der Karl Kraus erschiessen.) Und morgen ist die Generalprobe der Schwester ...

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 20. 7. 1922

... er Gegenwart,– die Haßwelle,– der Contrast zur Libido.– Über Kraus (sein neues Heft mit Angriffen auf Werfel, ...

Die Korrespondenz Hermann Bahr – Arthur Schnitzler

... nitzler gemeinsam mit je einem Brief von Brandes, Hauptmann, Karl Kraus und vermutlich weiteren 1937 an den Sammler Sandór Wolf ver ...

Nachwort

... hnend ist es, wenn die Grüße fehlen, wie auf einer Karte von Karl Kraus an Schnitzler. Darauf lässt Karl Rosner an Bahr, Beer-Hofma ...... Hofmannsthal Grüße ausrichten, Kraus verzichtet, sich dem anzuschließen (). ...... etan waren, lösen sich von der Gruppe, mit ihnen dürfte auch Karl Kraus eine zunehmende Distanz verspürt haben. ...... Kampagnenton, dass es nachvollziehbar ist, warum Karl Kraus ihn als Ausgangspunkt für Zur Überwindung des Hermann Bahr ...... thal und Beer-Hofmann angehören (etwas peripherer Salten und Kraus). In unterschiedlichen Zusammensetzungen werden Ausflüge ge ...... erauslesen, genauso wie er die berühmte Ohrfeige Saltens für Karl Kraus befürwortet. ...... Die demolirte Literatur in der Wiener Rundschau dar, mit der Kraus im Dezember desselben Jahres den endgültigen Bruch mit den ...... tur verzweifelten Hofmannsthal auffordert, ein Bündnis gegen Kraus aufzustellen, wiegelt dieser ab, nicht zuletzt, weil sich S ...... en. Zugleich bestätigt Bahrs Vorschlag des Ostrakismos gegen Kraus jene Vorurteile, die gegen ihn bestehen. ...... t die Gerichtsverhandlung statt, die Bahr und Bukovics gegen Karl Kraus angestrengt haben. Sie führt zur einzigen jemals verlorenen ...... führt zur einzigen jemals verlorenen Ehrenbeleidigungsklage Kraus’.Der Prozess ausführlicher in: Alfred Pfabigan: ...... Karl Kraus/Hermann Bahr – revisited. ...... en zuvor verabredete) Positionierung für diesen. Die Aussage Kraus’, zu der er als Zeuge gehört wurde, besagte, Bahr hätte als ...... – Für Bahr der Prozess gegen Kraus; für Schnitzler die Anfeindungen anlässlich des Gustl, die ...... weiß es Bahr oder er hat sich nicht orientiert.) []« ()Auch Karl Kraus hat in der 19. Szene (»Im Kriegsfürsorgeamt«) von Die letzt ...... e des Texts erkannt. Die Parallelen zwischen Schnitzlers und Kraus’ Äußerungen, unabhängig voneinander abgefasst, sind frappan ...

Editorische Richtlinien

... tzler () und den Bericht über den Gerichtsprozess Bahr gegen Karl Kraus, wobei der Umfang des Letzteren nur zwei Ausschnitte ermögl ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... Die Gutachten Kraus’ als Die Incompatibilität in der Fackel. ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... licherweise ein Verständnisfehler des Gerichtssaalreporters, Kraus führt in Die Incompatibilität in der Fackel die Urteile von ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... Kraus bezieht sich auf eine ohne namentliche Kennzeichnung erschi ...

Kommentar zu: Hermann Bahr: Burckhard und Fulda, 20. 1. 1893

... Der Text liefert Karl Kraus den Impuls für Zur Ueberwindung des Hermann Bahr ( ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... Kraus parallelisiert sein Eintreten für Holzer mit dem Protest an ...

Kommentar zu: Hermann Bahr: Wie schafft man eine Wiener Sommersaison?, 21. 10. 1909

... Die Umfragebeantwortung von Karl Kraus als Zur Hebung des Fremdenverkehrs in die Fackel (Jg. 11, H ...

Kommentar zu: Karl Kraus an Arthur Schnitzler, 22. 1. 1893

... Rudolfsheimer Vorstellung (der kleine Kraus fürchterlich als Franz Moor) ...

Kommentar zu: Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 3. 1. 1902

... Kraus schreibt in der Fackel vom Oktoberanfang 1901 ( ...

Kommentar zu: Hermann Bahr: Arthur Schnitzler zu seinem 60. Geburtstag, Mai 1922

... Karl Kraus, Der Reigen ( Die Fackel, Jg. 24, Nr. 59 ...

Kommentar zu: Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 27. 7. 1895

... öglicherweise handelt es sich um dieses. Aus einer Karte von Karl Kraus vom 22. 3. 1894 geht hervor, dass er und Schnitzler zu dies ...

Kommentar zu: Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 22. 3. 1897

... Kraus nannte das Fehlen von Altenberg den größten Mangel des Aben ...... Karl Kraus: Wiener Premièren. In: Breslauer Zeitung, Jg. 79, Nr. 255, ...

Kommentar zu: Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 3. 1. 1902

... rden. Über Wien . ( Karl Kraus.) ›Da geh ich nicht mehr mit!‹– ...

Kommentar zu: Hermann Bahr an Hugo von Hofmannsthal, 19. 11. 1896

... molirte Literatur (Jg. 1, Nr. 1, 15. 11. 1896, S. 19–27) von Kraus abgedruckt. ...

Kommentar zu: Ein Ehrenbeleidigungsproceß, Neues Wiener Tagblatt, 23. 2. 1901

... Karl Kraus: Vom Wechselgastspiel. In: Die Fackel, Jg. 2, Nr. 43, Anfan ...... Karl Kraus: [Die Überraschung der neuen Theatersensation]. In: Die Fac ...