Tagebuch von Arthur Schnitzler, 28. 12. 1909

28/12 Vm. in St. Veit bei Bahr. Gratulation zum großen Erfolg des »Konzert«.– Über Krankheiten, besonders Burckhard.– Dann, oben, ein paar Worte mit der Mildenburg.

Zu Julius, dort gegessen. Andrian, wieder (zum 3. mal) aus Bukarest da, hypochondrisch; wir beruhigten ihn.–

Daheim die Hebbel Gedicht Auswahl mit der Bab Vorrede zu Ende.–

Zum Nachtmahl bei uns Zweig, Auernheimer, Wassermann, Frau Otti Salten; später Kaufmann.– Über Bartsch; über Literatenthum und Dilettantismus; über S. Trebitsch – Talent und Schwachsinn.– Dem Sammler Zweig Urform des »Ruf des Lebens« geschenkt; andres altes gezeigt.

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1909–1912 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981