Tagebuch von Arthur Schnitzler, 23. 5. 1912

23/5 Wien .– Dienstbotenstreit und Vernehmung.

– Die Geschenke. Blumen, meist verwelkt; von Frau Hellmann Baum mit Schleifen, ebenso von Hans Müller. Ein Beleuchtungsobjekt von Trebitsch. Lampe von Liesl. Polster mit Photographie meiner Buchdeckel und meiner selbst von Benedicts (!).– Über 450 Briefe und Telegramme.

– Ordnete leidlich mit Frieda Pollak. (Decke für die Schreibmaschine von ihr.)

Las Nachmittag mit O. Telegramme und Briefe durch. Manche sympathische Eindrücke (Friedell, Gomperz (Hofrath) u. a.), auch komisches.–

Bild von Bahr 1, Anzengruber Bild von Bettelheim.–

Werthvolle Ausgabe alt des Heptameron von S. Fischer.–

Radirung meines Portraits von Oppenheimer.

Altes Buch von Dora Michaelis.

Actensammlung 1809 von Paschkis.–

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1909–1912 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981
1 Bild von Bahr Nicht erhalten. Vermutlich die Lithografie von Karl Bauer, die Bahr auch dem Kriegssegen (München: Delphin 1915 ) voranstellte.