Tagebuch von Arthur Schnitzler, 26. 3. 1895

26/3 Herzl Vormittag bei mir. Mit Mz. R. spazieren. Besuch bei Rosa St.-Hochsinger.– Sie war mir in ihrer Unechtheit geradezu zuwider.– Mz. R. hatte das von gestern gefühlt und fragte gleich im Anfang: Liebst du mich – trotzdem? Von Dilly zärtlicher Brief; ich schickte ihr Armband zurück. Brief Abend: »Gott an Güte.«– Im Kfh. Bahr über Andrian gesprochen.– Mit Frau Chiavacci und Engel im Kfh. Poker, verloren.

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1893–1902 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Konstanze Fliedl, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1989