Tagebuch von Arthur Schnitzler, 10. 11. 1903

10/11 Brief von Brahm; der das schöne und neuartige am Einsamen Weg schätzt; einige Unverständlichkeiten und Knappheiten rügt.– Von Bahr Einsendung des Recurses an die Statthalterei, wegen Verbot der Reigen Vorlesung. Betont das systematische (heuchlerisch feige) Todtschweigen des Buches durch die Wiener Presse.

– Brief von Salten, der sich gegen den meinen wendet; ich beantworte ihn.–

Mit O. bei Ludaßy’s.–

Nachm. bei Burckhard, ihm für den Recurs danken.–

Bei Verleger Freund. Über das Verhalten gegen den Reigen. Über französ., ungar. Übersetzung.– Antrag Fr., ein Novellenbuch von mir herauszugeben, 5 Auflagen, 3 Mark Ladenpreis, 25%. Schwanke, wegen Fischer.–

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1903–1908 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1991