Tagebuch von Arthur Schnitzler, 27. 1. 1917

27/1 Spazierg. mit Schönherr Beethovengang, Heiligenstadt, in Schnee Sonne und Kälte. Über Krankheiten, neue Dichter,– Bahr , Burckhard, Herzl – über Barnowsky, Reinhardt und »Steuersachen«.– Er ist ein ganzer, aber nicht eigentlich reicher Mensch.–

Nm. wieder recht ergebnislos mit den Einakterstoffen beschäftigt. Den Rest des »Nachklangs« mit mehr Antheilnahme durchgesehn.–

Mit Heini die erste Symph. von Brahms

– Lese: Goethe Christiane- Hebbel- Rahel- Josef II.-Briefe; u. a.–

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1917–1919 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1985