Tagebuch von Arthur Schnitzler, 13. 1. 1914

13/1 Dictirt den Einakter fort.–

Nm. zu Ende gelesen Guillotine von Lenôtre

Zum Nachtmahl Unruh, Gerasch, Frau Rosenbaum (später er), Mimi.– O. lag zu Bett, wir waren meist bei ihr. Unruh brachte seine Tempera Skizzen, sehr begabt, Florentiner Landschaften.– Übers Burgth. anläßlich der gestrigen Heinrich 4. 1 Vorstellung.– Über Medardus; ich las meinen Brief von 1909 an Reinhardt 2 Unruh (und Gerasch) vor; er kennt dergleichen Streiche von ihm. Rosenbaum erzählt mir von Egers Chancen; Schlenther setzt sich bei Jettel für ihn ein; eine Gefahr wäre wenn Bahr für ihn einträte;– da jener oben verhaßt ist. ( Buch über Wien , Dalmatien ; man behauptet, er wollte mithelfen – ein Großserbien schaffen!) Die Burg darf (was B. nicht weiss) kein Stück von ihm aufführen.

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1913–1916 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1983
1 Heinrich 4. Von Shakespeare.
3 Buch über Wien Wien (Stuttgart: Karl Krabbe 1907).