Tagebuch von Arthur Schnitzler, 20. 7. 1916

20/7 Regen.– Kurzes Gespräch am See mit Dr. Breuer – (dem alten). Sonderbar dass zwischen gewissen Menschen immer eine Art Befangenheitsverhältnis bestehen bleibt – (besonders zwischen solchen, die sich innerlich gegenseitig unrecht thun und es wissen).–

Mit O. über Ausseer Zustände. (Wassermanns Vorlesungen seiner ersten Romancapitel 1. »Kinder, ich bin ein riesiger Dichter.« Katholisirender Snobism im Hause H.;– mit Schwärmerei für die »Himmelfahrt« von Bahr.–) Nm. am Casan.Die Wiederkehr«).–

Rothschild der Geiger, nach dem Nachtm.; über Wass., Gänsemännchen etc.

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1913–1916 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1983
1 Vorlesungen seiner ersten Romancapitel Im Februar 1916 las Wassermann in München das Schlusskapitel von Olivia oder Die unsichtbare Lampe vor, weitere Lesungen ließen sich nicht eruieren. (Der Text erschien zwischen September und November in Velhagen & Klasings Monatsheften, aber zu Lebzeiten des Autors nicht in Buchform).