Tagebuch von Arthur Schnitzler, 31. 10. 1930

31/10 Telegr. Amerika, vom Theater, Schildkraut Anatol – – Einladung freie Fahrt, einen Monat freien Aufenthalt.– Denke nicht daran.–

R. L. Behandlung.–

Stadt: Begegnung Grete Manassewitsch und Mann beim Rathaus (nach Jahren);– über Rußland, Zustände dort, meine Bücher und Aufführungen (alles ohne Autor. und Honorar) –

– Begegnung mit Herm. Eißler,– von dem gestern bei Friedmann als Schwerkrankem die Rede war;–

beim Schneider Nemec im Burgtheater, wegen Schlafrock

– bei Julius’ zu Tisch.–

Um 4 kommt Suz., liest mir den 3. Theil des Romans 1 vor; allerlei darüber gesprochen .  .  .  Sie fährt ins Akademieth. ( Josefine 2) – ich mit C. P. Ufa Kino » Sahara 3«film und andres.– In die »Linde«.

  • Schnitzler, Arthur Tagebuch 1927–1930 Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Wien Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1997
1 Romans Die französische Übersetzung von Therese ( Thérèse. Chronique d'une vie de femme. Übers. Suzanne Clauser. Vorwort Louis Gillet. Paris: A. Michel 1931 ).
2 Josefine Bahrs Schauspiel stand seit dem 1. 10. 1930 auf dem Spielplan.
3 Sahara Regie von Rudolf Biebrach und Martin Rikli.