Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 13. 1. 1908

mein lieber Hermann, erst heut dank ich dir für deinen guten Brief vom 23. v. M. Mit Hebbelth hab ich abgeschlossen1 – doch hör ich von Valentins Gesundheitszustand2 ungünstiges. (Und über das Theater selbst , ( unter uns) nichts sehr hoffnungsreiches.) Meine Frau liegt noch, die Contumaz dauert etwa noch 10–14 Tage. Schreib mir ein Wort, wann du nach Berlin fährst3. Wie gern spräch ich dich bald wieder. Herzliche Grüße.

Dein
Arthur
Schnitzler, Arthur [Wien] 13. 1. 1908
Bahr, Hermann [Wien]
  • A Wien Theatermuseum HS AM 60171 Ba

    eh. Karte, Lateinschrift, gedruckter Kopf: »Dr. Arthur Schnitzler / Wien XVIII. Spoettelgasse 7

  • Weiterer Druck: 13. 1. 1908
    Abschrift
    Schnitzler, Arthur The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau Chapel Hill The University of North Carolina Press 1978 101 University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures 89
1 Hebbelth hab ich abgeschlossen Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 16. 12. 1907.
2 Gesundheitszustand Richard Vallentin starb am 14. 1. 1908.
3 wann du nach Berlin fährst Bahr begann am 18. 1. 1908 den vierten (und letzten) zweimonatigen Aufenthalt bei Max Reinhardt in Berlin .