Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 15. 11. 1908

mein lieber Hermann, für deine Karte dank ich dir schönstens. Es freut mich u ergreift mich, dass du in der Ferne deine Sympathie für mich aussprichst – aber möchtest du’s nicht einmal wieder daheim mir ins Gesicht wagen –? Wir haben uns länger als ein Jahr nicht gesehen! Laß mich doch wissen, sobald du zurück bist, wann du einmal eine Stunde für mich Zeit hättest? Oder länger und für uns, denn auch meine Frau möchte dich gerne wieder einmal sehn.

Für heut viele treue Grüße.
Dein
Arthur
Schnitzler, Arthur Wien 15. 11. 1908
Bahr, Hermann [Wien]
  • Weiterer Druck: 15. 11. 1908 Schnitzler, Arthur The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau Chapel Hill The University of North Carolina Press 1978 102–103 University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures 89