Erhard Buschbeck an Arthur Schnitzler, 24. 9. 1918

Sehr geehrter Herr Doktor,

Hermann Bahr hat mich gebeten, Ihnen zu sagen, daß ein Beschluss vorliegt, die Generalproben vorläufig nicht mehr öffentlich abzuhalten und nur die Vertreter der Wiener Tagespresse und Mitglieder des Hauses einzulassen. Es ist ihm sehr schmerzlich, daß er infolge der Verreisung des General-Intendanten und Major Michels bis zu diesem Freitag eine Ausnahme für Sie, hochgeehrter Herr Doktor, wird nicht mehr erreichen können. Bahr glaubt aber sicher, daß das für die kommenden Male nach einer Intervention bei Exc. Andrian ohne weiteres wird geschehen können. Daß es ganz seinen Wünschen entspricht und es ihm natürlich sehr lieb und wertvoll wäre, Arthur Schnitzler dabei zu wissen, soll ich Ihnen, sehr geehrter Herr Dr., noch ganz besonders sagen.

In größter Hochachtung
ergebenst
ErhardBuschbeck
Buschbeck, Erhard Wien 24. 9. 1918
  • GB Cambridge University Library Schnitzler, B 5b

    eh. Brief, 1 Bl., 1 S., Prägestempel statt eines gedruckten Kopfes: » k. k. Hofburgtheater / Direction«, Lateinschrift. Von Schnitzler hs. ergänzt »Bahr,« und Vermerk » A «, .