Felix Salten an Arthur Schnitzler, 20. 6. 1900

Lieber, ich war eben bei Ihnen, um Ihnen folgendes zu sagen: überlegen Sie, ob Sie nicht lieber gleich zum Volksth. gehen sollen. In diesem Fall wäre die Nachricht von der Annahme Ihres Stückes am Volksth. die vorläufig beste Antwort für Schlenther. Und dem Volksth. gegenüber wären Sie jetzt in der Lage zu sagen, dass Ihnen der Termin des Burgtheaters nicht passt, während Sie, falls Sie ein Refus von Schlenth. provoziren, mit einem abgelehnten Stück zu Bukovics kommen, der vielleicht daraus wieder Capital schlägt, und Ihnen sagt (von Bahr gehetzt) dass Sie nur das für ihn haben, was Schlenther übrig läßt. Ganz abgesehen davon, dass Sch. – wenn er von Ihnen keine Antwort kriegt, und nur hört, Ihr Stück sei am Volksth. – gewiß gelaufen kommt. ec. ec. ec.Herzl. Salten

Salten, Felix Wien 20. 6. 1900
  • GB Cambridge Schnitzler B 89 a/2

    eh. Brief, 1 Bl., 1 S., Bleistift, Lateinschrift, von Schnitzler datiert: » 20/6 900