Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 18. 2. 1893

Lieber Hugo,

bitte lesen Sie beiliegenden Brief1. Und dann fragen Sie gütigst Bahr, wie die Aussichten des Dr. Fels bei der Dtsch Ztg stehen, und wann er eintreffen müsste. Es wäre mir höchst erwünscht, darüber vollkommene Klarheit zu haben. Sie ersehen auch weiters aus dem Brief, dass auf Ihre liebenswürdige Zusage, eine neuerliche Sammlg zu veranstalten, reflectirt wird. Je früher mir Ihre Resultate in jeder Richtung bekannt werden, umso dankbarer bin ich Ihnen im Namen unsres Kranken.

– Wann werden wir wieder einmal gescheidte Dinge miteinander sprechen? Was machen Sie? Ich wäre sehr erfreut, wieder einmal mit Ihnen zusammen zu sein. Ich bin jeden Abend nach 10 im Central, Dienstag, Donnerstag, Samstag sicher. Den beigelegten Brief bitte mir mit Ihrer frdl Antwort gef rückzusenden.

Herzlich der Ihre
Arthur.
Schnitzler, Arthur [Wien] 18. 2. 1893
  • D Frankfurt am Main Freies Deutsches Hochstift Hs-30885,34

    eh. Brief, 1 Bl., 4 S., Bleistift. Mit Bleistift am oberen Blattrand zusätzlich datiert: » 18/2 93 «.

  • Weiterer Druck: Hofmannsthal, Hugo Schnitzler, Arthur Briefwechsel Hg. Therese Nickl und Heinrich Schnitzler Frankfurt am Main S. Fischer 1964 36
1 beiliegenden BriefZwei Briefe Fels’ aus dem Hotel Erzherzog Rainer in Meran-Obermais ( DLA, A:Schnitzler, 85.1.2956) sind mit 18. 2. 1893 datiert, wobei sich erschließen lässt, dass einer am Tag vor dem anderen verfasst ist. Mit Bleistift wurde zum ersten Datum »16«, zum zweiten »17« geschrieben. Schnitzler dürfte Hofmannsthal den ersten mitteilen, der die Ankunft in Meran schildert. Für die Rekonvaleszenz sind drei Monate angesetzt, weswegen Fels fürchtet, keine Stelle bei der Deutschen Zeitung zu bekommen.