Hermann Bahr an Hugo von Hofmannsthal, 16. 12. 1896

Lieber Hugo!

Anbei ein Stück von mir – sonst bin ich doch gewiß nett und lasse Sie in Ruhe; diesmal muß ich Sie bitten, es sogleich zu lesen und dann, womöglich mündlich, eventuell schriftlich, dem Arthur mitzutheilen, was Sie davon halten. Durch eine rücksichtslose Äußerung Ihrer Empfindung thun Sie einen großen Dienst

Ihrem herzlich grüßenden
Hermann

Mir selber brauchen Sie gar nichts zu schreiben und brauchen auch nicht mit mir zu reden, sondern nur mit Schnitzler.

  • Hofmannsthal, Hugo von Hofmannsthal, Gerty von Bahr, Hermann Briefwechsel 1891–1934 Hg. und kommentiert von Elsbeth Dangel-Pelloquin Göttingen Wallstein 2013 81