Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, [22. 4. 1897]

Hochverehrter Herr Doctor!

Schon wieder einmal komme ich Sie um etwas zu bitten!!. Aber Sie sind ja immer so gut. Also die Sache ist die, dass ich bei Herrn H. Bahr die Novelle, die Sie »Warten« getauft haben, (bei mir hieß sie zuerst »Blätter«) – an die Sie sich hoffentlich noch erinnern – für »die Zeit« eingereicht habe, und dass ich Sie nun herzlichst bitte, ein – (oder zwei?) gute Worte für mich und sie bei genanntem Herrn einzulegen.

Ich traue mich diesbezüglich nur deshalb an Sie heran, weil Ihnen die Arbeit seinerzeit gefiel. Aber – Sie wissen ja, wie das ist, – ein empfehlendes Wort Ihrerseits ist doch zehnmal gewichtiger als die beste Arbeit einer obscurité. – Also – besten herzlichsten Dank im voraus!

In steter Verehrung
ElsaPlessner
Plessner, Elsa Wien [22. 4. 1897]
  • D Marbach am Neckar Deutsches Literaturarchiv A:Schnitzler, 85.1.4198

    eh. Brief, 1 Bl., 2 S., Lateinschrift; von Schnitzler datiert: »22/4 97«